Musical „Franzi, Fabienne und Fatma -

die Geschichte einer deutsch-türkischen Freundschaft“ an der Realschule plus Salz

 

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Das Feedback zum ‚Piratenabend’ an der Realschule plus in Salz vor gut einem Jahr war so umwerfend, dass die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen beschlossen, dass eine solche Veranstaltung ab sofort jedes Jahr stattfinden soll.“ So lautete der erste Satz im Artikel zum jährlichen Musical an der Realschule plus Salz im vergangenen Jahr, in dem es um ‚Tage wie dieser’ ging. 

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Das Feedback zum ‚Piratenabend’ an der Realschule plus in Salz vor gut einem Jahr war so umwerfend, dass die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen beschlossen, dass eine solche Veranstaltung ab sofort jedes Jahr stattfinden soll.“ So lautete der erste Satz im Artikel zum jährlichen Musical an der Realschule plus Salz im vergangenen Jahr, in dem es um ‚Tage wie dieser’ ging. 

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Nun, am 8. April 2016, war es wieder so weit: nach monatelangem Proben wurde das bereits dritte Stück der Arbeitsgemeinschaft aufgeführt – ein Stück über die Freundschaft zwischen den deutschen Mädchen Franzi und Fabienne und dem türkischen Mädchen Fatma. Seit der ersten Stunde mit dabei: Jaqueline Bauer, Katharina Brockamp und Simone Stöhr, die das Musical mit interessierten Schülerinnen und Schülern über Monate hindurch einstudiert hatten. 

4   Theater 2016An diesem Nachmittag des 8. Aprils ist die Stunde der Schauspielerinnen und Schauspieler, Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker, Tänzerinnen und Tänzer, Helferinnen und Helfer gekommen: ihr Stück wird aufgeführt. 

Durch den Mittelgang ziehen die ersten Akteurinnen und Akteure ein – sie singen ‚Hello, how are you, my dear friends, hello, how are you, let’s shake hands’, wobei sie ihr Publikum mit Handschlag begrüßen. 

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Die erste Szene des Musicals spielt in einem Klassenraum, in dem die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung ihrer Lehrerin Frau Zacharias (gespielt von Jasmin Kaiser, Klasse 6c) das Lied ‚Bruder Jakob’ in verschiedenen Sprachen singen. Während dieser Schulstunde betritt Herr Bekir (gespielt von Hasan Acipinar, Klasse 6a) den Klassenraum. 

Schulklasse

Bei ihm ist seine Tochter Fatma (gespielt von Sila Kocabas, Klasse 5c), die neu in Deutschland ist und daher kaum Deutsch versteht. Ihr Bruder Ali (gespielt von Ali Arslan, Klasse 5d) lebt schon länger in Deutschland. Bereits in dieser ersten Szene wird deutlich, dass es in der Klasse Vorurteile gegen das türkische Mädchen gibt. Dabei stechen besonders die Geschwister Hans (gespielt von Renée Ferencz, Klasse 6c), Julia (gespielt von Annika Zeis, Klasse 6d) und Jenny (gespielt von Amelie Oslislok, Klasse 5c) hervor, denn sie verhalten sich sehr unfreundlich gegenüber ihrer neuen Mitschülerin.

9   Theater 2016Nach dem Lied ‚Ja oder Nein’, das abermals in verschiedenen Sprachen gesungen wird, sieht man, wie die beiden Schülerinnen Franzi (gespielt von Janina Thiel, Klasse 5c) und Fabienne (gespielt von Anna-Sophie Reschke, Klasse 5d) ihrer neuen Mitschülerin beim Deutschlernen in der Schule helfen und sie gegen verbale Anfeindungen verteidigen. Während ‚Supergirl’ erklingt, wird das Bühnenbild umgebaut. ‚When you’re in love, what can go wrong?’, heißt es in dem Song – eine Textzeile, die zu beschreiben versucht, dass eine gute Freundschaft über alle äußeren Einflüsse zu siegen vermag. Für den instrumentalen Ausklang dieses Songs sorgen bravourös Celine Isterling (Klasse 8c, Saxophon), Linda Lu Tappeiner (Klasse 6c, Saxophon) und Anna-Sophie Reschke (Klasse 5d, Querflöte).

8   Theater 2016Die Zuschauer finden die Freundinnen nun in Franzis Kinderzimmer wieder, wo sie gemeinsam lernen und von Franzis Mutter (gespielt von Katharina Plotz, Klasse 6b) umsorgt werden. Dort werden sie von ihren ehemaligen Freundinnen Julia und Jenny gestört, die es ihnen übel nehmen, sich mit Fatma angefreundet zu haben, und die das Zimmer anschließend verärgert wieder verlassen. Sie sind eifersüchtig und fühlen sich zurückgesetzt. Plötzlich zerspringt die Fensterscheibe – ein großer Stein liegt auf dem Boden des Kinderzimmers. Um den Stein gewickelt befindet sich ein Zettel mit der Aufschrift ‚Türken raus!’. Den Freundinnen ist sofort klar, von wem dieser hinterlistige Angriff kommen muss. 

KampfWährend das Bühnenbild umgebaut wird, unterhalten einige Schülerinnen die Zuschauer mit einer Ropeskipping-Darbietung sowie einem Poptanz. Aufkeimende Eifersucht und brodelnder Groll innerhalb der Klassengemeinschaft werden in der nächsten Szene deutlich, die wieder in der Schule spielt: die Schüler fechten ihre Probleme aus – in Szene gesetzt durch Zuhilfenahme vom Boomwhackers, mit denen sie klangvolle Duelle gestalten. In diesen Kämpfen geht unter anderem Hans zu Boden – Alis Hilfe schlägt er aus und beleidigt ihn obendrein. Im anschließenden Gespräch mit Ali muss Hans jedoch zugeben, den Stein durch das Fenster geworfen zu haben, denn er fürchtet, Ali könnte ihn bei der Polizei anschwärzen. Ali bietet Hans an, seine Kräfte statt in Streitereien einmal für das internationale Fußballteam einzusetzen, für das er selbst aktiv ist.

7   Theater 2016Die nächste Szene spielt bei Fatma zu Hause. Es ist Fatmas Geburtstag und sie bekommt viele Geschenke. Auch ihre Freundinnen kommen vorbei und bringen Geschenke. Außerdem lernen die Freundinnen noch etwas über den Glauben von Fatma und ihrer Familie und warum viele muslimische Frauen wie Fatmas Mutter (gespielt von Franziska Ferencz, Klasse 6c) Kopftuch tragen. Begleitet wird dieser Teil von einem türkischen Tanz. Auch Hans kommt vorbei und redet mit Ali. Er gibt ihm Geld, um für die zerbrochene Fensterscheibe aufzukommen und bekundet sein Interesse, einmal beim internationalen Fußballteam vorbeizuschauen. Fatma bekommt noch weitere Geschenke überreicht – die Glückwünsche, die sie bekommt, werden in verschiedenen Sprachen geäußert. Auch Frau Zacharias und ihre Kollegin (gespielt von Kathleen Benner, Klasse 5d) sind vom Sinneswandel ihrer Schützlinge angetan und loben den Friedensschluss. Fatma wünscht sich zum Geburtstag, dass alle gemeinsam ‚Hier sind wir zu Hause’ singen mögen. Und das tun alle – alle gemeinsam. Alle gemeinsam – und aus voller Kehle. ‚Hier sind wir zu Hause, egal woher wir kommen, und wohin wir gehen…’. 

So endet das dritte Musical an der Realschule plus in Salz.

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Ein großer Dank gilt allen, die diesen Tag möglich gemacht und so für einen tollen Abend gesorgt haben.

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Text/Bild: C. Wolf